Schluss mit den Bau-Mythen – Lohse klärt auf

Mythos 1
Bei zu viel Dämmung kann das Haus nicht „atmen“

Die Themen Dämmung und energetische Sanierung werden mit Blick auf sinkende Energieressourcen immer wichtiger. Man versucht damit, die CO2-Emission einzudämmen und Heizkosten zu einsparen, für die der Großteil der Energie verbraucht wird.

Fakt ist jedoch auch, dass durch verstärkte Dämmung die Dichtigkeit des Gebäudes zunimmt und sich somit das Raumklima verändert. Manche Menschen reagieren sehr empfindlich auf diese Veränderung, vor allem wenn die notwendigen Baumaßnahmen unsachgemäß durchgeführt wurden oder einfache Grundsätze nicht eingehalten wurden.

Es ist wichtig, einen regelmäßigen Luftaustausch zu ermöglichen – Feuchtigkeit durch z. B. Kochen muss zuverlässig entweichen können und darf sich nicht sammeln. Früher war dies kein Problem, weil Wärme und Feuchtigkeit automatisch durch „Schwachstellen“ austreten konnten, die heute jedoch durch Dämmung und neuartige Fenster verschlossen sind. Dies kann dann zu Schimmelbildung führen und sich gesundheitsgefährdend auswirken.

Somit liegt es vor allem an den Bewohnern, für ausreichende Lüftung zu sorgen, Feuchtigkeit nach außen abzutransportieren und somit dem Haus das "Atmen" zu ermöglichen. Auch natürliche Dämm-Materialien wie etwa Holzfaser können feuchtigkeitsregulierend wirken und zur Verbesserung des Raumklimas beitragen.

Mythos 2
Dämmung nimmt dem Haus seinen Charakter

Grundsätzlich ist es schon so, dass sich durch außen angebrachte Dämmung die Stärke der Wände vergrößert. Andererseits kann diese auch innen angebracht werden, was vor allem bei denkmalgeschützten Fassaden in Betracht gezogen werden sollte. Oft ist es so, dass bereits alte Dämmung vorhanden ist, die nur ausgetauscht werden muss – dies sollte vor allem aus Kosten- und Ressourceneinspar-Gründen getan werden.

Da die Industrie das Problem des „optischen Makels“ von dicken Dämmplatten erkannt hat, sind neuste Dämmstoffe schon jetzt in geringerer Stärke und dennoch hohem Dämmgrad erhältlich.
Alle Möglichkeiten und Maßnahmen müssen jedoch von Fall zu Fall besprochen und entschieden werden. Sollten Sie eine Frage zur Dämmung an Ihrem Haus haben, dann schreiben Sie uns.

Mythos 3
Dämmung ist wegen der hohen Brennbarkeit ein Sicherheitsrisiko

Im Brandschutz ist stets größte Sorgfalt geboten und natürlich gehören auch Dämm-Materialien zu potenziellen Gefahrenquellen. Es sind jedoch zum einen nicht alle Dämmstoffe brennbar – hierzu zählen Mineral- und Steinwolle – zum anderen liegt es auch an der Montage, ob eine Dämmung zum Sicherheitsrisiko werden kann. Oftmals werden aus Kostengründen billige Dämmstoffe verwendet und Sicherheitsbestimmungen außer Acht gelassen.

Bei Wärmedämmverbundsystemen reicht zumeist die Schaffung eines sogenannten „Brandriegels“ mit Mineralwolle aus, um Brände an der Ausbreitung zu hindern.

Auf einen Blick

Kurz und knapp – was macht uns aus und was sagen unsere Kunden.

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